Buchhandlung A. Müller GmbH in Degerloch
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15.05.2017

Joanna Rakoff

Lieber Mr. Salinger

New York 1996 auf dem Weg zur Digitalisierung: Mit der Uni fertig schafft es die junge Joanna Rakoff einen heißbegehrten Job bei einer Literaturagentur zu finden. Sie liebt Bücher über alles und träumt heimlich selbst von einer Karriere als Schriftstellerin. Ihr Freund schreibt an seinem ersten Roman, doch ihre Liebesbeziehung ist sehr durchwachsen. Und auch ihr Arbeitsalltag hat wenig Glamouröses: Meistens tippt sie auf einer alten Schreibmaschine die auf Band diktierten Briefe ihrer Chefin. Eines Tages bekommt sie eine neue Aufgabe: Sie soll die Fanpost beantworten, die an den wichtigsten Kunden der Agentur, den zurückgezogen lebenden Erfolgsautor J.D. Salinger, geschrieben werden. Dafür gibt es eine Standardantwort, doch Joanna ist neugierig und fängt an, diese Briefe der Fans zu lesen und sie mit einer persönlichen Note zu beantworten, mit unterschiedlichen Reaktionen vonseiten der Fans. Dabei fängt sie auch an, über ihr eigenes Leben nachzudenken und ihren Weg zu gehen.


Ein charmantes Debüt mit autobiografischen Zügen über die Kraft des geschriebenen Wortes, über das Erwachsenwerden und einen kleinen Einblick in den Literaturbetrieb Mitte der 90er in den USA.


(Nicole Müller)

 

 

Penguin, 10,00 Euro
(inkl. MwSt., versandkostenfrei, Lieferzeit: ca. 2 Tage)
ISBN 978-3-328-10141-3

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20.02.2017

Davide Morosinotto

Die Mississippibande

Von den Sümpfen im tiefen Süden der USA bis nach Chicago – Ein Abenteuer wie Mark Twain es erzählen würde.

Um 1900 leben vier Kinder in der Sumpflandschaft des Mississippi: der Abenteurer Tre Trois, der Schamane Eddie, das Mädchen Julie und ihr kleiner schwarzer Halbbruder Tit. Sie treffen sich in einer verlassenen Hütte am Fluss zum Reden, Spielen und Angeln und eines Tages fischen sie eine Blechdose mit drei Dollar aus dem Wasser. So viel Geld haben sie noch nie gesehen und sie beschließen, dass sie sich damit etwas aus dem neuen Versandkatalog von Walker & Dawn bestellen.
Ihr Paket kommt nach einer Weile an, doch ist kein wie von ihnen bestellter Revolver darin, sondern eine alte, kaputte Taschenuhr. Und schon kurze Zeit später werden sie bedroht, sie flüchten und entscheiden sich nach Chicago aufzubrechen, um ihr Paket umzutauschen.


Eine abenteuerliche Reise mit dem Einbaum, dem Dampfer und dem Zug quer durch die Staaten beginnt.
Die Geschichte wird in vier Abschnitten erzählt, jeweils aus der Sicht eines Kindes und lässt so den Leser nicht nur die Reise miterleben, sondern er lernt jedes Kind kennen und lieben. So unterschiedlich sie auch sind ergänzen sie sich perfekt.
Die abenteuerliche Reise ist sehr bildhaft beschrieben, es gibt immer wieder schöne Illustrationen und aufgrund der Komplexität der Geschichte ist es ab 12 Jahren zu empfehlen, aber auch Erwachsene werden ihren Spaß beim Lesen haben.


(Nicole Müller)


 

Thienemann Verlag, 14,99 Euro
(inkl. MwSt., versandkostenfrei, Lieferzeit: ca. 2 Tage)
ISBN 978-3-522-18455-7

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05.12.2016

Jo Cotterill

Eine Geschichte der Zitrone


Ein traurig stimmendes Buch mit hoffnungsvollem Ende
Calypso hat ihre Mutter verloren und lebt nun mit ihrem Vater in einem alten, staubigen Haus mit sehr vielen Büchern. Ihr Vater hat den Tod seiner Frau nicht überwunden und vergräbt sich ganz in seine Recherchen für sein Meisterwerk, der Geschichte über die Zitrone und verdrängt, dass er eine Tochter hat. Sein Credo lautet, man ist so oder so auf sich allein gestellt und sollte sich deshalb erst gar nicht auf eine andere Person einlassen. Calypso wird immer einsamer und dabei wünscht sie sich doch nur eine Freundin zu haben ...

Eines Tages kommt eine neue Schülerin in die Schule, Mae. Sie ist genauso buchverrückt wie Calypso und die beiden Mädchen werden beste Freundinnen. Je mehr sie nun bei Mae Zeit verbringt, desto mehr merkt Calypso, dass in ihrem Elternhaus etwas nicht stimmt. Zum Glück hat sie Mae und deren warmherzige Familie, die ihr helfen.


Eine schöne Geschichte für Kinder ab 12 Jahren über Freundschaft, Bücherwürmer und auch Trauerbewältigung.

 

 

Carlsen Verlag, 16,99 Euro
(inkl. MwSt., versandkostenfrei, Lieferzeit: ca. 2 Tage)
ISBN 978-3-551-56036-0

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14.11.2016

Cynthia D'Aprix Sweeney

Das Nest


Vier Geschwister und ein Erbe


Ein Debütroman, der von Anfang an überzeugen kann. Vier Geschwister treffen sich zu einem Gespräch in der Oyster Bar in New York, nachdem der älteste von ihnen, der egozentrische Leo, gerade aus der Entzugsklinik kommt. Es geht um das väterliche Familienerbe, auch liebevoll „Nest“ genannt und mit dem alle fest rechnen. Leos finanziell ruinöse Scheidung und ein unter Alkohol und Drogen verursachter Autounfall stellen die Geschwister vor unerwartete Tatsachen. Leo war von einer jungen Kellnerin abgelenkt und das junge Mädchen  verlor bei dem Unfall ihren Fuß. Um einen Skandal zu vermeiden, floss viel Geld. Die Mutter hat das Geld aus dem „Nest“ Leo gegeben und jetzt ist es gefährlich gegen Null geschrumpft. Nun hoffen die drei Geschwister, dass Leo ihnen eine Lösung präsentiert und sie beruhigen kann, dass das Geld wieder in das „Nest“ kommt, um zu Melodys vierzigsten Geburtstag an ALLE ausgezahlt zu werden.

Die Autorin hat es verstanden, in dieser Geschichte vier authentische Charaktere zu erschaffen, die in ihren Eigenheiten mit Kanten und Ecken so plausibel rüberkommen, das sich jeder Leo, Melody, Jack und Bea bestens vorstellen kann. Leo, einst gefeierter Startupper in der Medienbranche und Lebemann, Melody, die Helikopter-Mama von pubertierenden Zwillingen, Jack, der schwule und mittlerweile verheiratete Antiquar und Bea, die einst gefeierte Schriftstellerin. Auch die Dynamik untereinander ist realistisch und witzig, viele ausgefeilte Nebencharaktere reichern das Geschehen an ohne vom roten Faden abzulenken.


Ein sehr unterhaltsamer Roman über vier Geschwister, die ganz fest mit ihrem Anteil am Erbe gerechnet und dementsprechend über ihre Verhältnisse gelebt haben und nun mit leeren Händen dastehen, sich aber auch nach langer Zeit wieder näher kommen und dem wahren Leben stellen.

(Nicole Müller)

Klett-Cotta, 19,95 Euro
(inkl. MwSt., versandkostenfrei, Lieferzeit: ca. 2 Tage)
ISBN 978-3-608-98000-4

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27.06.2016

Owen Sheers

I saw a man

Michael Turner, ein Schriftsteller und Journalist, ist nach dem Tod seiner jungen Frau Caroline aus der Abgeschiedenheit ihres Cottage nach London gezogen, um einen Neuanfang zu wagen. Dabei lernt er seine neuen Nachbarn kennen, die Familie Nelson, mit der er innerhalb kürzester Zeit eine enge Verbindung aufbaut.

Der Anfang der Geschichte beschreibt, wie Michael das Haus der Nelsons betritt, um einen ausgeliehenen Schraubenzieher zurückzuholen. Er wundert sich noch, dass die Hintertür offen steht. Obwohl auf sein Klopfen und Rufen niemand antwortet betritt er das Haus und geht von Raum zu Raum. Einerseits um zu kontrollieren, dass sich keine Einbrecher im Haus befinden und andererseits hält er Ausschau nach seinem Schraubenzieher. Während Michael von Zimmer zu Zimmergeht, erhält der Leser ausgiebige Rückblicke über Michaels Leben, seine Frau Caroline sowie über seine Nachbarn Nelson und wie es dazu kam, dass er nun in diesem Haus ist und einfach hineingehen kann.

Das Buch erzählt eine vielschichtige Geschichte über Schuld, Verantwortung, Trauer und Reue und wie man damit umgeht. Es wird die Frage aufgeworfen, ob man sich dem stellen soll, sich besser einigelt oder alles verdrängt? Was ist richtig und was ist falsch und wo liegt der Anfang, der Stein, der alles zum Rollen gebracht hat?

Ein wundervoll geschriebener Roman des Dichters und Schriftstellers Owen Sheers, dessen Einstieg einem Spannungsroman gleicht und der mit seiner späten Auflösung überrascht.

 

DVA Verlag, 19,99 Euro
(inkl. MwSt., versandkostenfrei, Lieferzeit: ca. 2 Tage)
ISBN 978-3-421-04669-7

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18.04.2016

Raabe, Melanie

Die Falle

Linda Conrads ist 38 Jahre alt und eine sehr erfolgreiche Romanautorin, die seit über 10 Jahren ihr Haus am Starnberger See nicht mehr verlassen hat. Sie gibt keine Interviews, hat keine Lesungen und nur ihre Bücher kennt die Welt.  Dort lebt sie alleine mit ihrem Hund und nur ihr Verleger und guter Freund sowie ihre persönliche Assistentin sind ihre Verbindung nach außen. Hinzu kommen Telefon, Fernsehen und Internet, mehr braucht Linda nicht, um Jahr für Jahr erfolgreich Bücher zu schreiben.
Grund für ihren Rückzug in die Einsamkeit ist eine Angststörung, die durch die Ermordung ihrer Schwester Anna vor 10 Jahren entstand: Linda fand sie direkt nach der Tat in deren Wohnung und konnte dabei den Täter noch bei der Flucht ganz kurz sehen. Der Mörder wurde aber nie von der Polizei gefasst.


Eines Tages sieht sie das Gesicht des vermeintlichen Mörders im Fernsehen und beschließt zu handeln. Sie will ihm eine Falle stellen, um ihn zu überführen - er ist ein erfolgreicher Journalist, der lange Zeit im Ausland war. Deshalb entschließt sie sich, ihren ersten Thriller zu schreiben, indem exakt das beschrieben wird, was vor 10 Jahren passierte, um es dem mutmaßlichen Mörder zu lesen zu geben und ihn aus der Reserve zu locken. Nachdem er die Geschichte gelesen hat, wird sie ihm ein Interview anbieten, um das sich normalerweise alle Journalisten reißen würden und dann will sie ihn überführen.Die berühmte Bestsellerautorin Linda Conrads lebt sehr zurückgezogen. Seit elf Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als sie im Fernsehen den Mann zu erkennen glaubt, der vor Jahren ihre Schwester umgebracht hat, versucht sie, ihm eine Falle zu stellen - Köder ist sie selbst.

btb, 9,99 Euro
(inkl. MwSt., versandkostenfrei, Lieferzeit: ca. 2 Tage)
ISBN 978-3-442-71417-9

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08.02.2016

Christoph Poschenrieder

Mauersegler

Ein Leben lang in der Luft - bis zum Ende


Sie kennen sich seit ihrer Kindheit, waren unzertrennlich, der Schrecken aller Lehrer, und haben sich trotz verschiedenster Lebenswege, Partner und Ehen nie ganz aus den Augen verloren. Gemeinsam tragen sie eine Schuld mit sich, was sie auch zusammengeschweißt hat. Und einmal pro Jahr haben sie sich auch getroffen, um niemals den Kontakt zueinander abbrechen zu lassen.
Sie waren erfolgreich, sie waren Alphatiere, aber jetzt sind sie alleine und alt und wollen eine Senioren-WG gründen, um dem bitteren Ende gemeinsam entgegenzusehen. Die fünf Freunde haben alle ihre Päckchen zu tragen, und solange sie noch gesund sind, verläuft ihr Zusammenleben in der Villa am See harmonisch und stressfrei.
Doch als Wilhelm zum Pflegefall wird, rücken neue Themen in den Fokus, Pflegebedürftigkeit, selbstbestimmter Tod und wer übernimmt die Verantwortung, werden ausdiskutiert und eine Pflegekraft eingestellt, die frischen Wind in die Senioren-WG wirbelt. Und Ernst programmiert ein Sterbeprogramm namens „Todesengel“, welches für Anspannung und Spannung sorgt – denn nun kann jeder selbst entscheiden, wann es mit ihm zu Ende sein soll und wer den Schalter umlegt.


Poschenrieder erzählt dem Leser die Geschichte der fünf Freunde durch Carl, dem ehemaligen Journalisten, Chefredakteur und Philosophiedozenten. Der erste Satz aus dem Buch: „Seltsam: Alle haben Angst vor dem Tod, aber keiner macht sich Gedanken, wo er vor seiner Geburt gewesen ist. Wohin die Lebensreise führt, scheint so viel wichtiger als die Frage, woher wir kommen.“


Realitätsnah, erfrischend und mit viel Situationskomik geschrieben, aber auch Tiefgang und ein bisschen Melancholie begleiten den Leser bis zum Ende, und nachdem er das Buch weggelegt hat, regt es doch zum Nachdenken an, denn enden wird es einmal für jeden, die Frage ist nur wie.

 

 

Diogenes Verlag, 12,00 Euro
(inkl. MwSt., versandkostenfrei, Lieferzeit: ca. 2 Tage)
ISBN 978-3-257-24390-1

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